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Entlassen, damit sich die AktionärInnen beruhigen

Am 7. September hat der Schweizer Rohstoff konzern Glencore überraschend angekündigt, seine Kupferminen in Katanga (Demokratische Republik Kongo, DRK) und bei Kitwe (Sambia) für eineinhalb Jahre zu schliessen. Dies als eineder Massnahmen, um einem stark sinkenden Aktienwert entgegenzuwirken. Dieser Schritterstaunt. Denn jahrelang hatte etwa die Erklä -rung von Bern (EvB) gefordert, dass die Kup -ferminen bei Kitwe eine Schwefelfilteranlageerhalten, um Arbeitende und AnwohnerInnenvor den lebensgefährlichen Luftbelastungen zuschützen – auch wenn dafür die Mine vorüber -gehend geschlossen werden müsste. Glencorenannte viele Gründe, warum eine Schliessungnicht infrage komme. «Zu teuer», war die häu -figste A ntwort. Plötzlich scheint es kein Problem mehr zu sein, die Kupferminen dichtzumachen. Ausschlaggebend war der Druck der Aktionär - Innen. Was mit den Zehntausenden von Festan - gestellten und indirekt Beschäftigten geschieht, ist unklar. In einer Pressemitteilung schreibtGlencore, dass ein Grossteil der Angestellten weiterbeschäftigtwerde. Aber wie, wer und zu wel-chen Konditionen, ist völlig un- klar: Für Erklärungen war Glencore trotz mehrfacher Anfragennicht zu erreichen. Emmanuel Umpula Nkumba, Direktor der NGO African Resources Watch (Afrewatch) in Lubumbashi (DRK), sagt gegenüber der WOZ,